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Besucherandrang beim 68. Feuerfest-Kolloquium ICR. 753 Teilnehmende erlebten viele Highlights und aktuelle Keynotes.

Höhr-Grenzhausen, 18. September 2026

Mit einem erneut großen Besucherandrang ist das 68. International Colloquium on Refractories (ICR) in Aachen zu Ende gegangen. Am 16. und 17. September 2025 kamen insgesamt 753 Teilnehmende zur größten jährlich stattfindenden Feuerfest-Veranstaltung weltweit.

Unter dem Motto „Resilience versus Protection“ hat die diesjährige Konferenz hochaktuelle wirtschaftliche Themen der Feuerfest-Industrie aus nationaler und europäischer Perspektive aufgegriffen. Geopolitisches Risikomanagement, globale Lieferketten und der Wettbewerbsdruck aus Drittstaaten beschäftigen die Branche seit geraumer Zeit.

„Gerade in diesem Umfeld ist es entscheidend, dass Wissenschaft und Industrie eng zusammenarbeiten“; erklärte Ulf Frohneberg, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes DFFI, bei seiner Begrüßung. „Innovationen müssen vorangetrieben werden, Qualität durch Forschung und Entwicklung gesichert, der Systemgedanke gestärkt und Service- sowie Beratungsleistungen weiter ausgebaut werden.“ Der große Zuspruch zum ICR zeige, dass das wissenschaftliche Kolloquium, die Ausstellung der Industriepartner und der Branchendialog mit dem Stahlsektor am Vortag für die Feuerfest-Industrie zusammengehören.

Im Fokus der Industrie stehen die Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen auf die Handelspolitik. Die Keynote Speaker Ansgar Baums und Matthias Stalzer, der Präsident der europäischen Feuerfest-Industrie, beleuchten, wie Unternehmen in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld resilient agieren können und welche Rolle protektionistische Maßnahmen wie Zölle künftig spielen könnten. Das ICR hat sich über Jahrzehnte als zentrale wissenschaftliche und technische Konferenz der Feuerfestbranche etabliert. Gleichzeitig entwickelt sich die Veranstaltung immer stärker zum Treffpunkt der gesamten Branche.

Die hohe europäische Beteiligung unterstreicht die Bedeutung des Kolloquiums weit über den deutschsprachigen Raum hinaus. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Hersteller, Anwender sowie Vertreter aus Forschung und Industrie nutzten die zwei Veranstaltungstage, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, neue Technologien vorzustellen und Kontakte zu knüpfen.

Das bewährte Konzept aus wissenschaftlichem Austausch, Industriepräsenz und Networking soll dabei weiterentwickelt werden. Neue Formate wie ein „Business Forum“ sowie der Branchendialog „Steel meets Refractory“ sollen den Wissenstransfer und die Vernetzung zwischen Feuerfest- und Stahlindustrie weiter stärken.

Networking als wichtiger Bestandteil

Neben dem Fachprogramm bot das ICR erneut zahlreiche Möglichkeiten für den persönlichen Austausch. Einen besonderen Höhepunkt bildete der Networking Evening „On Fire“, der alle Kongressteilnehmenden in entspannter Atmosphäre in der Fachausstellung zusammenbrachte.

Auch die Poster Session mit Slam und dem abschließenden “Poster Award“ erfreute sich wieder großer Beliebtheit. Der Wettbewerb würdigte herausragende wissenschaftliche Arbeiten und bot den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zugleich eine Plattform, ihre Forschung einem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Den ersten Platz belegte Mahsa Kakavand (Koblenz University of Applied Sciences), auf den zweiten Platz wurde Gianluca Reifert (Universität Koblenz) gewählt. Platz drei belegte Nicole Bonk (Universität Koblenz).

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Initiative „Women@Refractories“, die inzwischen mehr als 1.500 internationale Teilnehmende erreicht. Auch beim ICR waren über 27 Prozent der Teilnehmenden weiblich. Mit Veranstaltungen und Formaten rund um persönliche Sichtbarkeit, Vernetzung und berufliche Entwicklung setzt die Initiative wichtige Impulse für mehr Austausch und Vielfalt in der Branche. Die Industrieausstellung war mit 41 Messeständen ausgebucht und unterstrich damit die enge Verbindung zwischen Wissenschaft und industrieller Praxis. Unternehmen nutzten die Gelegenheit, neue Produkte, Verfahren und Anwendungen vorzustellen und direkt mit Fachbesuchern aus aller Welt ins Gespräch zu kommen.

Das nächste Feuerfest-Colloquium findet am 22./23. September 2027 wieder in Aachen statt.

Begrüßung und ICR-Eröffnung von Ulf Frohneberg, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes DFFI.
Begrüßung und ICR-Eröffnung von Ulf Frohneberg, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes DFFI.

Die Industriemesse war mit 41 Ausstellern ausverkauft.
Die Industriemesse war mit 41 Ausstellern ausverkauft.


Kontakt für Medien:

Amelie Liebst
European Centre for Refractories gGmbH
Rheinstraße 58 in 56203 Höhr-Grenzhausen
T: +49 2624 9433-132 | E: office@ecref.eu

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