Europäisches Treffen von Feuerfest- und Stahl-Experten im ECREF

 

01.06.2016 – Höhr-Grenzhausen. Im Rahmen der EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl 1952-2002) wurden speziell Projekte gefördert, die, beginnend auf der Grundlage einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die Forschung in den beiden Montan-wirtschaftsbereichen im Fokus hatte. Erstmalig wurde durch die umfassende Unterstützung und Förderung transeuropäischer Kooperationen zwischen Industrieunternehmen und universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen die Technologieentwicklung gezielt vorangetrieben und weiterentwickelt.

Als Nachfolger der EGKS wurde in 2002 der Research Fund for Coal & Steel gegründet, um der europäischen Kohle- und Stahlindustrie weiterhin zu Erfolgen zu verhelfen. Hierfür stehen 50 Millionen EURO jedes Jahr zur Verfügung, um Innovationsprojekte zu den Themenbereichen Sicherheit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Kohle- und Stahlindustrie der EU zu ermöglichen.

In insgesamt 9 Arbeitsgruppen wird die aktuelle und zukünftige Forschungsarbeit des RFCS koordiniert und evaluiert. Die Arbeitsgruppe (TG) Stahl 2 „Steelmaking processes“ mit Stahlexpertinnen und -experten  aus ganz Europa traf sich am 31.5. und 01.06.2016 im European Centre for Refractories (ECREF) in Höhr-Grenzhausen zu ihrer diesjährigen Sitzung. Dabei koordinieren und diskutieren 25 unabhängige Experten laufende Forschungsprojekte zu Themen aus der Sekundärmetallurgie, in deren technologischen Prozessen Feuerfeste Werkstoffe eine wesentliche Rolle spielen. Zusammen mit deutschen KMU der Feuerfest-Industrie und somit Mitgliedern des Verbandes der Deutschen Feuerfest-Industrie (VDFFI e.V.) arbeitet daher auch die Forschungsgemeinschaft Feuerfest e.V. (FGF) mit Sitz im ECREF in Höhr-Grenzhausen seit vielen Jahren erfolgreich in RFCS-Projekten mit.